Sentiers du Patrimoine ® La Roche-Guyon

Panorama

 

The village is located in the south of French Vexin at the top of the loop formed by the Seine between Rolleboise and Bonnières. It stretches from the plateau to the river, opening like the pages of a book, like a verse of poetry with the château as the caesura.

 

A little history

In 1066, Normandy and England were under the same sovereign. The King of France had to protect himself against the ambitions of his powerful neighbour. And that is how the château of La Roche-Guyon came to be built.

At the beginning of the 12th century, Suger described it as "a frightful castle without title to nobility. Invisible on the surface, it is hollowed out of a great cliff." It was a troglodyte castle like the adjacent village. By 1190 the castle keep had been built. A double wall was later added, and over the years the fortified manor house was built below.

Then came the reign of Philip Augustus, and one of his main objectives was to conquer Normandy. The sovereign came to la Roche de Guy, the first name of the presiding lord, to make sure of his loyalty. To secure his allegiance the sovereign granted him a number of privileges including that of levying tolls on the Seine for the boats transporting wine, grain and fish.

Once Philip Augustus had confiscated Normandy, the Roche-Guyon stronghold lost its strategic importance. The château went through several periods of construction from the Renaissance to the eighteenth century. Its main interest lies in the fact that the successive builders always managed to retain traces of the previous eras. So this monument can be discovered like a history book.

 

 

The village


Originally troglodytic, the village began to develop around the château and then along the paths leading up the hill and around the cliff hollowed out with “boves”, i.e. dwellings carved into the rock to house men and animals.

Finally, the lower part was developed. To the east is the "village" with the church, the courthouse, the homes of the Duchy dignitaries and the corn market that later became the Town hall. To the west is the "Hospital district", built in the 19th century. Development then gradually extended toward the Seine, at the risk of the river flooding the ground floor, as was the case in 1910.

 

 

The hills


Here the Vexin plateau slopes down in a sumptuous loop formed by the river, landscaping the exceptional hillsides dotted with limestone pinnacles.

These fragile hillsides were long cultivated - vines and fruit trees prospered and sheep kept the land free of trees. The area has now been classified as a "National Nature Reserve" (2009) and is one of the major sites of the Natural Regional Park of French Vexin.

Calcareous grasslands are one of the features, constituting an ecological environment and heritage of great interest. The protected flora and fauna warrant your respect; there is a sense of simplicity and authenticity about this site. Orchids, some of which are rare, and Mediterranean plants cohabit with green lizards, praying mantises and many species of butterflies.

Welcome and enjoy your walk. Explore these places, respect them and go home with a happy smile.


The Seine

For many years the Seine flowed past, below the château. Its many arms formed islands here and there whose names live on in the places and streets.

Today the river, channelled and regulated, borders the south of the village, a water mirror reflecting the wrath of stormy skies and lavish sunrises and sunsets. You are standing next to the Northern support of the 2nd bridge, blown up by French military engineers on June 9, 1944.

 

Panorama

 

Das im Süden der Region Vexin français gelegene Dorf, an der Spitze der Flussschleife der Seine zwischen Rolleboise und Bonnières, erstreckt sich zwischen Hochebene und Fluss und öffnet sich dem Besucher wie die Seiten eines Buches, das sich wie ein Gedicht liest, dessen Zäsur von dem Schloss bestimmt wird.

 

Ein wenig Geschichte

Im Jahr 1066 befanden sich die Normandie und England unter der Herrschaft des Königs Wilhelm der Eroberer. Da sich der König von Frankreich vor den Ambitionen seines mächtigen Nachbarn schützen musste, ließ er eine Burg in der Gemeinde La Roche-Guyon errichten.

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts beschrieb der Kirchenfürst und Staatsmann Suger von Saint-Denis die Burg als „hässlich und unadelig, in einen hohen Felsen gehauen... und an der Oberfläche unscheinbar“. In der Tat handelt es sich um eine Höhlenburg, ähnlich wie das in den Fels gehauene Dorf, das sich unterhalb der Burg erstreckt. Ab 1190 war der obere Teil der Burg fertig erstellt und mit einer doppelten Futtermauer umgeben, der untere Teil der Burg wurde erst später weiter ausgebaut.

Es folgte die Herrschaft unter König Philipp-August II., zu dessen wichtigsten Zielen die Eroberung der Normandie gehörte. Der König wandte sich an den Burgherrn Guy de la Roche (nach dessen Namen der Ort „Roche-Guyon“ auch benannt werden sollte), um sich seiner Loyalität zu versichern. Ziel des Königs war es, sich zweifelsfrei auf diesen Vasallen verlassen zu können, weshalb er dem Burgherrn zahlreiche Privilegien verlieh, wie beispielsweise das Recht, einen Schiffszoll für Boote zu erheben, die die Seine als Wasserweg benutzten, um Wein, Getreide und Fisch transportierten.

Nach der Einnahme der Normandie durch eben diesen König verlor die Festungsburg von La Roche-Guyon dann ihre strategische Bedeutung.

Von der Renaissance bis zum 18. Jahrhundert sollte das Burgschloss in der Folge noch zahlreiche bauliche Veränderungen durchlaufen. Das Interessante an ihm ist die Tatsache, dass seine aufeinander folgenden Bauherren es stets verstanden haben, die architektonischen Spuren früherer Epochen zu bewahren. Auf diese Weise kann dieses Baudenkmal wie ein Geschichtsbuch seiner Zeit verstanden und entdeckt werden.

 

 

Das Dorf


Dieses ursprünglich in den Fels geschlagene Dorf entwickelte sich im Laufe der Zeit zuerst um die Burg herum und dann entlang der verschiedenen Wegsteigen, diesen Gassen, die den Hang vom Fuße des Felsens aus hinaufsteigen, in dem sich auch die Häuser befinden, in denen die Menschen und Tiere lebten.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich dann der untere Teil des Dorfs. Im Osten befindet sich so das „eigentliche“ Dorf mit seiner Kirche, dem Gerichtsplatz, den Häusern der Würdenträger des Herzogtums und der Kornhalle, die das Rathaus werden sollte. Im 19. Jahrhundert entstand im Westen das sogenannte „Krankhausviertel“ (quartier de l’Hôpital). Letztlich wurde dann immer mehr in Richtung Seine gebaut, wobei die Gefahr bestand, wie im Jahr 1910, dass die Erdgeschosse dieser Bauten bei Hochwasser von der Seine überflutet wurden.

 

 

Die Berghänge


Das Hochplateau des Vexin fällt hier ab und mündet in einer üppigen, von der Seine geformten Flussschleife; die so geschaffenen Hanglagen sind einzigartig und werden hier und da von Kalksteinspitzen unterbrochen.

Diese empfindlichen und lange Zeit landwirtschaftlich genutzten Hanglagen – auf denen Weinreben und Obstbäume prächtig gediehen und Schafsherden regelmäßig weideten – wurden 2009 zum nationalen Naturschutzgebiet erklärt und bilden einen der wichtigsten Bestandteile des „Regionalen Naturparks Vexin français“.

Die kalkhaltigen Graslandflächen, die ebenfalls dazu gehören, stellen ein ökologisch und kulturhistorisch hoch interessantes Milieu dar.

Die unter Naturschutz stehende Fauna und Flora, der Sie hier begegnen, verdient es, respektiert zu werden, denn sie bietet dem Wanderer ein einzigartiges Naturerlebnis: Orchideen, von denen einige sehr selten sind sowie eine typisch mediterrane Pflanzenwelt, in der die Westliche Smaragdeidechse, die Gottesanbeterin und zahlreiche Schmetterlingsarten beheimatet sind.

Wanderer sind hier herzlich willkommen. Entdecken Sie und respektieren Sie diese Landschaft, damit sie auch für weitere Generationen erhalten bleibt.

Die Seine

Lange Zeit floss hier die Seine am Fuße der Burg in vielen verzweigten Flussarmen entlang, die hier und da Inseln bilden, deren Namen auch heute noch in den Orts- und Straßennamen wiederklingen.

Heute begrenzt der mittlerweile kanalisierte und eingefasste Fluss den südlichen Teil der Gemeinde und bildet einen riesigen Wasserspiegel, in dem sich je nach Wetterlage wundervolle Sonnenaufgänge und -untergänge abzeichnen. Hier stehen Sie an dem Nordpfeiler der 2. Brücke, die am 9. Juni 1944 von französischen Ingenieuren gesprengt wurde.




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